Vorlesetag in Wachtberg
Die Stiftung Lesen stellt fest:
„Das Elternhaus prägt die Leseerfahrung wie sonst kein
anderer Ort. Wer dort schon als kleines Kind die Liebe zum Buch
entdeckt, hat die besten Chancen, sich auch als Jugendlicher und
Erwachsener die Lust am Lesen zu erhalten. Die durchschnittliche Zeit
jedoch, die Eltern damit verbringen, ihren Kindern vorzulesen und
Geschichten zu erzählen, ist dramatisch genug.“
Dagegen
möchte auch der Büchereiverbund Wachtberg im Sinne der
Stiftung Lesen vorgehen und organisiert um den 18. November zu diesem
bundesweiten Termin den Wachtberger Vorlesetag. Dann wird in 28
Klassen in den Grundschulen und der Hauptschule durch erwachsene
Vorlesepatinnen und –paten vorgelesen. Bürgermeister Theo
Hüffel, der auch vorliest, hat die Mitglieder des Gemeinderates
und des Ausschusses für Schule und Kultur aufgerufen sich als
Vorleser/innen zur Verfügung zu stellen. Der Wachtberger Bürger
und ehemalige Außenminister Hans Dietrich Genscher liest in der
Grundschule in Adendorf.
In der Grundschule in Villip lesen
„Große für Kleine“. Die Viertklässler
sind hier darauf vorbereitet, ihren jüngeren Mitschülerinnen
und Mitschülern vorzulesen.
Weil Vorlesen die preiswerteste
Investition in die Zukunft der Wachtberger Kinder ist, wird die
Vorlesekampagne im Januar in den Kindergärten der Gemeinde
fortgesetzt.
Im Frühjahr haben die Wachtberger Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 – 6 ihre 20 Lieblingsbücher gewählt. In der Bücherrallye, die jetzt gestartet ist, sollen die Kinder der Klassen 2 – 6 nun zeigen, wie gut sie sich in ihnen auskennen und sich in eine Rallye durch sie – die Wachtberger Bücherrallye – begeben. Die Wachtberger Leseratten und Bücherfreaks haben jetzt bis Ende Januar Zeit, die an sie gestellten „Lese- und Buchaufgaben“ zu lösen. Wenn sie dann Glück haben, können sie bei der Auslosung unter den richtigen Einsendungen schöne Preise gewinnen. Für die Wachtberger Schule, aus der die meisten richtigen Lösungen kommen, gibt es einen „Lesesonderpreis“.
Hier gibt's die Teilnahmekarten im
PDF-Format zum herunterladen:
Teilnahmekarte
2 u. 3. Klassen
Teilnahmekarte 4 bis 6 Klassen
Aktivitäten der Öffentlichen Katholischen Büchereien (KÖB)
In
der KÖB Niederbachem ist während der Öffnungszeiten
noch bis zum 22. November die Buchausstellung zum Buchsonntag zu
sehen.
In der KÖB Villip sind alle vom 19. – 21.
November zu dieser Ausstellung in der Zeit von 14.00 Uhr bis 18.00
Uhr eingeladen. Es lohnt sich, die reichhaltige Auswahl Bücher
anzusehen. Dazu können sie ausgewählt und bestellt werden.
Am Wachtberger Vorlesetag sind die Kinder ab 6 Jahre zu einer
Zeitreise ins Mittelalter eingeladen. Um 16.00 Uhr sind sie dann im
Pfarrheim „Mit dem magischen Baumhaus unterwegs zum
geheimnisvollen Ritter.“ Am 24. November spielt Christels
Puppenbühne um 16.00 Uhr im Pfarrheim „Hänsel und
Gretel.“
Dialoglesung
im Köllenhof
Zu Wort gekommen – Walter Kempowski und
seine Tagebücher
Walter
Kempowski bekam in diesem Jahr drei Literaturpreise verliehen: in
Lübeck den Thomas-Mann-Preis, in München den
internationalen Buchpreis „Corine“ und in seiner
Heimatstadt Rostock den Hans-Erich-Nosack-Preis für sein
Lebenswerk.
Sein – hoffentlich doch nicht letzter –
Roman „Letzte Grüße“ wurde im Literaturkreis
des Büchereiverbundes besprochen, ein Grund mehr für dessen
Leiterin Ruth Keller, einer größeren Zuhörerschaft
die Tagebücher Kempowskis vorzustellen.
In einer Dialoglesung
mit Martin Fuss wird sie sowohl die persönlichen Tagebücher
des Autors „zu Wort“ kommen lassen als auch das, was
vielleicht einmal als dessen Hauptwerk in die Literaturgeschichte
eingehen wird: sein „Echolot“, ein Mammutwerk, bestehend
aus zehn großen Leinenbänden von mehreren tausend Seiten,
das den Untertitel „ein kollektives Tagebuch“ trägt.
Von der Verflechtung beider Tagebucharten werden wir aus Kempowskis
„CULPA“, Notizen zum Echolot, erfahren.
Dieser
Literaturabend findet am Mittwoch, dem 30. November, um 20.00 Uhr im
Köllenhof in Ließem statt.